Geschichte der Misteltherapie

Die Mistel hat als Heilpflanze eine lange Tradition in der Medizingeschichte. Schon keltische Druiden sprachen der Mistel magische Kräfte zu. Im Mittelalter galt sie als hilfreich bei Leberleiden und hohem Blutdruck.

In die Krebstherapie hielt der Pflanzenextrakt erst Anfang des 20. Jahrhunderts Einzug. Damals sah Rudolf Steiner, der Begründer der Anthroposophie, in der Mistel erstmals besondere Qualitäten als Heilpflanze in der Krebstherapie. Bei diesem Gewächs ist „die wirksame Natur irrsinnig geworden, sie macht alles zur Unzeit in bezug auf die Mistel“, sagte er am 2. April 1920 im 13. Vortrag zu „Geisteswissenschaft und Medizin“, und schlussfolgerte: „Das ist gerade dasjenige, was man (...) benützen muss, wenn auf der anderen Seite der menschliche Organismus physisch irrsinnig wird, und das wird er ja z.B. gerade in der Karzinombildung.“ Aus diesen Einsichten heraus entwickelte Rudolf Steiner gemeinsam mit der Ärztin Ita Wegman das erste Mistelpräparat, dessen Nachfolgeprodukt seit 1950 in Deutschland vertrieben wird.

Zur Zeit liegen über 95 klinische Studien mit Mistelpräparaten sowie zahllose Laborversuche an Zellkulturen vor. Sie zeigen: Mistelextrakte regen das Immunsystem an und verbessern die Lebensqualität. Ihre Nebenwirkungsrate ist sehr gering und sie sind gut verträglich.

 

Zu den Wirkungen der Misteltherapie

Zu den Inhaltsstoffe von Mistelextrakten

Zur Anwendung von Mistelpräparaten