Wirkungen der Misteltherapie
Die Misteltherapie zeichnet sich durch eine vielschichtige Wirkungsweise aus, die sich vor allem in einer erhöhten Lebensqualität äußern kann. So erleben viele Patienten während der Misteltherapie eine schnelle Verbesserung des Allgemeinbefindens und auch Schlaf, Appetit und Leistungsfähigkeit bessern sich wieder. Tumorbedingte Schmerzen können gelindert, das Immunsystem gestärkt und die Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie reduziert werden.
Die Misteltherapie wirkt immunmodulierend, das heißt sie hat eine anregende Wirkung auf das Immunsystem. Ein gestärktes Immunsystem kann in der Krebstherapie dreifach nützlich sein:
- Die körpereigene Abwehr wird unterstützt, wodurch eine weitere Metastasierung des Tumors behindert werden kann.
- Durch eine Operation, Bestrahlung und/oder Chemotherapie wird das Immunsystem stark geschwächt. Eine Stärkung durch eine gleichzeitig durchgeführte Misteltherapie kann helfen, wieder zu Kräften zu kommen und gegen Infektionskrankheiten gewappnet zu sein.
- Ein intaktes Immunsystem hilft in der Nachsorge-Phase, Rückfällen vorzubeugen.
Vielfach lässt sich beobachten, dass die Mistel aktiviert, die Lebensgeister weckt und von der lähmenden Angst befreit, die häufig nach einer Krebsdiagnose Denken, Fühlen und Handeln bestimmt. Sie trägt dazu bei, Abstand zu gewinnen von dem Schock der Diagnose, herauszufinden aus der Ohnmacht, dem Gefühl des Ausgeliefertseins an ein unbarmherziges Schicksal. Die Mistel als autonome Pflanze mit autonomem Wachstum kann auch Menschen zu ihrer Autonomie verhelfen. Diese ist die notwendige Voraussetzung dafür, das bisherige Leben mit Abstand zu betrachten und das künftige mit Entschlusskraft anzugehen.
Darüber hinaus wirkt eine Misteltherapie auch durchwärmend, da durch sie die Körpertemperatur wieder normalisiert werden kann, denn Krebskranke frieren und frösteln oft, weil sie ihre Körpertemperatur nicht wie Gesunde regulieren können.
Zur Geschichte der Misteltherapie