Venen- und Hämorrhoidalbeschwerden
Schätzungen zufolge leiden in den Industrieländern ca. 50% der über 50-jährigen mindestens einmal in ihrem Leben unter Hämorrhoidalbeschwerden. Krampfadern betreffen sogar ca. 60% der deutschen Bevölkerung. Frauen sind hiervon mehr betroffen als Männer, was ursächlich wahrscheinlich mit dem weicheren Bindegewebe der Frauen in Zusammenhang zu bringen ist. Anders als die arteriellen Blutgefäße sind die Venen nur von einer sehr dünnen Muskelschicht umgeben, die dem Blutgefäß Form und Elastizität gibt. Mit zunehmenden Alter werden die Muskelfasern der Venenwände abgebaut und durch Bindegewebe ersetzt. Ist das Bindegewebe nicht straff genug, kann es zu Aussackungen der venösen Gefäße kommen. Bewegungsarmut und überwiegend stehende oder sitzende Tätigkeiten, Übergewicht und Rauchen begünstigen das Entstehen venöser Beschwerden auch schon bei jüngeren Menschen. Bindegewebsschwäche und Schwangerschaften könne die Bildung von Krampfadern fördern, ballaststoffarme Ernährung begünstigt die Entstehung von Hämorrhoiden. Um diesen Krankheitsprozess positiv zu beeinflussen und sein Fortschreiten zu verlangsamen, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die venöse Zirkulation anzuregen und das Gewebe und die Gefäße zu kräftigen.