Weleda Österreich: Wir stellen uns vor!

Im Bild von links nach rechts: Dr. Jöran Moshuber (Pharmazeutischer Leiter), Mag. Jutta Leimer (Leitung Finanz und HR), Mag. Gisela Supa (Vertriebsleitung), Mag. Susanne Auer ( Leitung Key Account), Mario Sumpich (Standortleiter).

Weleda Standort in Wien

Hosnedlgasse im 22. Wiener Bezirk. Dort ist der Weleda Standort mit modernem Lager und Büros. Die Anfänge der Weleda Österreich gehen zurück ins Jahr 1924. Damals begann die Familie Apel noch mitten in Wien mit der Herstellung von Arzneimitteln und Körperpflege-Produkten. Heute wird am Standort nicht mehr produziert: Arzneimittel und Naturkosmetik werden von dort aus ins ganze Land verteilt. Im Sortiment sind allein über 200 verschiedene Arzneimittel und die kompletten Naturkosmetik-Serien. „Die Marke Weleda ist in Österreich gut am Markt vertreten. Der Trend zur Naturkosmetik hält an und wir sind sehr präsent mit Aktionen in der Öffentlichkeit“, sagt Standortleiter Mario Sumpich, der seit 35 Jahren im Unternehmen ist. Sein Team von 23 Kolleginnen und Kollegen sorgt täglich dafür, dass jede Bestellung, die noch bis zum späten Nachmittag eingeht, am nächsten Tag ausgeliefert wird und so beim Kunden ankommt: in den Apotheken, Reformhäusern, Drogerien und Drogeriemärkten.

Die Anfänge

Einzigartiges Naturverständnis

Unsere Geschichte ist geprägt von einem einzigartigen Naturverständnis. Ein Vortrag vor Medizinern, ein Labor, die Idee der biologisch-dynamischen Landwirtschaft. Es sind zarte Anfänge, als 1921 der österreichische Wissenschaftler und Philosoph Rudolf Steiner und die Ärztin Ita Wegman die anthroposophische Medizin begründen. Heute ist Weleda weltweit führender Hersteller von ganzheitlicher Naturkosmetik und anthroposophischen Arzneimitteln.

Rohstoffe

Aus Theresienfeld

Einige unserer Rohstoffe kommen aus Österreich. Neben beispielsweise Melisse, Majoran, Mariendistel und Kamille auch Hirse. Kornberger Mittelfrühe heißt diese Sorte, die mit Erfahrung, Wissen und Leidenschaft von unserem Lieferanten nach biologischen Grundlagen angebaut wird. Die Anbaufläche für die Hirse liegt bei Theresienfeld. Dort, wo die Sommersonne oft wochenlang brennt, gibt es ein Bewässerungs System seit Maria Theresia. Auszüge aus den Hirseschalen sind in unserer Haarpflege enthalten, dem Hirse Pflege-Shampoo.

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Wie alles begann

Im Gespräch mit Dr. Johannes Zwiauer

Dr. Johannes Zwiauer begann 1948 bei Weleda Österreich und blieb bis nach seiner Pensionierung 1998 im Unternehmen.

 

Wie sind Sie zu Weleda gekommen?
Dr. Johannes Zwiauer: Ich hatte das Chemiestudium begonnen und Cornelis Apel, der damalige Inhaber der Weleda Vertretung in Wien, hatte gehört, dass ich an meiner Doktorarbeit arbeitete. Er fragte, ob ich dort Betriebsleiter werden wollte. Weil ich noch an meiner Doktorarbeit zu schreiben hatte, konnte ich zunächst nur als Laborant den Betrieb übernehmen. Mein Vater hatte keine Freude damit. Er wollte, dass ich Professor an der Universität werde, aber ich bin dann eben ein Professor der Weleda geworden, weil ich im Rahmen meiner Tätigkeit so viele Vorträge gehalten habe.

 

Welche Erinnerung haben Sie an die Pionierzeit?
Dr. Johannes Zwiauer: Es war komplett anders, als es heute für ein pharmazeutisches Unternehmen üblich ist. Wir waren mitten in der Stadt, ein paar Minuten von der Oper entfernt. Wir hatten einen halben Stock gemietet, in Wirklichkeit eine Privatwohnung, und durch ein Fensterchen haben wir die Produkte verkauft. Damals war der Betrieb noch sehr klein.

 

Wie hat dies die Arbeit geprägt?
Dr. Johannes Zwiauer: Wir hatten viel mit Bürokratie zu tun, weil wir die Produkte gemäß der Österreichischen Spezialitätenverordnung registrieren wollten. Die Pflanzen haben wir selbst gesammelt. Ich war oft mit meiner Familie im Wienerwald.

 

Wie ging es dann weiter?
Dr. Johannes Zwiauer:Wir haben einen Bauernhof gekauft, wo wir Calendula und andere Heilpflanzen anbauen konnten. Größere Mengen haben wir auch über andere Biobauern bezogen. Ich hatte das Glück, in einem kleinen Betrieb von der Pike auf alles gemacht zu haben. Vom Sammeln der Heilpflanzen bis zum fertigen Produkt. Das können wenige Pharmazeuten von sich behaupten. Das kam mir sehr zugute, weil ich genau wusste, wovon ich spreche.