Warum verwenden wir Palmöl?

Palmöl ist in zertifizierter Naturkosmetik nicht einfach zu ersetzen

Palmöl ist im Vergleich zu Alternativen ein sehr ergiebiger nachwachsender Rohstoff . Doch die Anbaubedingungen müssen weiter verbessert werden. Wir setzen uns für die Förderung von Palmöl aus nachhaltigem Anbau, und für den Erhalt des Regenwaldes ein.

Palmöl hat einige positive Eigenschaften, die in vielen Fällen in echter Naturkosmetik nicht ohne Abstriche durch andere Rohstoffe zu ersetzen sind. Es muss nicht chemisch gehärtet werden, ist hitzestabil und lange haltbar. Der Anbau verbraucht weitaus geringere Flächen als für Kokos-, Soja-, Raps- oder Sonnenblumenöl nötig ist. 

Nachhaltiger Anbau statt Regenwaldrodung

Leider wird für den Palmanbau immer noch Regenwald gerodet. Die Biodiversität dieser Wälder ist einzigartig, ihre Böden sind gigantische Kohlenstoffspeicher. Roden wir sie, zerstören wir nicht nur unsere Lebensgrundlage, sondern beschleunigen auch den Klimawandel. Das wollen wir ändern. Darum arbeiten wir seit 2013 mit dem Forum für Nachhaltiges Palmöl (FONAP) zusammen, um den Anteil nachhaltig erzeugten Palmöls signifikant zu erhöhen, die Lebensgrundlagen von Kleinbauern zu wahren und gleichzeitig existierende Standards und Zertifizierungen im Verbund mit anderen Herstellern zu verbessern.

Kein Regenwald für Palmplantagen

Wir engagieren uns  dafür, dass für Palmplantagen kein Regenwald mehr gerodet wird. Denn nur so können wir die Artenvielfalt erhalten, das Klima schützen und gleichzeitig nachhaltiges Palmöl erzeugen. Artenschutz ist Klimaschutz. Wir setzen uns schon lange für Palmplantagen ein, die nur auf Brachflächen gepflanzt werden und für die kein Regenwald abgeholzt wird. 

Wir engagieren uns für Lösungen

Wir schaffen einen Ausgleich für die Nutzung von palmbasierenden Rohstoffen in den Anbauländern. Viele Palmölplantagen zerstören den Regenwald und damit auch den Lebensraum vieler Tiere, auch den der Orang-Utans auf Borneo.

Die Borneo Orangutan Survival Foundation (BOSF) hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit der indonesischen Bevölkerung die letzten Orang-Utans und ihren Lebensraum zu schützen. Mit ihren beiden Rehabilitationsstationen für junge Orang-Utan-Waisen und ihren Auswilderungsaktivitäten betreibt die BOSF das weltweit größte Primatenschutzprojekt. Um den Primaten zu helfen und die Biodiversität vor Ort zu schützen, kooperieren wir mit der gemeinnützigen Organisation BOS Deutschland. Wir fördern auf Borneo die nachhaltige kommunale Entwicklung und forsten den Regenwald auf, damit sich Orang-Utans dort wieder wohlfühlen.

Ich denke oft, wie perfekt die Natur doch ist. Und dass das meine Aufgabe ist: Mit meinem Wirken einen Beitrag zum Erhalt dieses Perfekten zu leisten.
Annette Piperidis, Manager Sustainable Sourcing bei Weleda